Große Radverkehrskonferenz geplant - Hintergründe hier!

Öffentliche Konferenz im Oktober
Am 16. Oktober um 17.00 Uhr lädt die Kreisverwaltung zu einer öffentlichen Radverkehrskonferenz. Neben Informationen zum aktuellen Stand des Radverkehrsentwicklungsprozess, werden in einem Impulsvortrag Chancen und Möglichkeiten des Radverkehrs im ländlichen Raum thematisiert.
Anlass für die öffentliche Konferenz ist die aktuelle Ausweisung eines hessenweiten Hauptradnetzes.

Warum sollten Sie zur Konferenz kommen?
Das Land Hessen bereitet aktuell die Entwicklung eines landesweiten Radhauptnetzes vor. Mit den Achsen Marburg – Biedenkopf; Marburg – Neustadt und Marburg – Gießen ist von diesen Entwicklungen auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf betroffen. Beteiligen Sie sich mit ihrer Expertise an der Diskussion über die Hauptachsen der Radverkehrsentwicklung in unserer Region, Ziel der Veranstaltung ist es, dem Land Hessen ein im Dialog mit der Kreisgesellschaft entstandenes Hauptradnetz für seine weiteren Überlegungen zur Verfügung zu stellen.

Hintergrundinformationen „Was passiert im Radverkehr?“


Hessisches Hauptradnetz
Im April 2019 hat das Land Hessen Planungen und Vorschläge zur Konkretisierung eines landesweiten Radhauptnetzes sowie den sogenannten „Hessenstandard“ vorgestellt. In Anlehnung an die Richtlinien für integrierte Netzgestaltung (RIN) wurde unter Beteiligung der Städte, Gemeinden und Kreise, Regierungspräsidien, Fachbehörden, regionalen Institutionen und Interessensverbände im Jahr 2018 ein Rad-Hauptnetz Hessen identifiziert. Lückenschlüsse, einheitliche Beschilderung sowie Gestaltungsstandards sollen die bestehenden überörtlichen Radwege zu einem durchgängigen Rad-Hauptnetz vereinigen. Dieses wird regionale und lokale Netze verknüpfen. Dieses flächendeckende Netz soll durch Radschnellverbindungen bzw. Raddirektverbindungen ergänzt werden. Eine landesweite Studie hat dafür landesweit 42 mögliche Korridore identifiziert.

Hier finden Sie die Netzentwurfsplanung "Hessisches Haupt-Radnetz" allgemein:

www.nahmobil-hessen.de/unterstuetzung/planen-und-bauen/schneller-radfahren/rad-hauptnetz-hessen/

 

Hier direkt zu den Karten die den Kreis darstellen:

www.nahmobil-hessen.de/wp-content/uploads/2019/07/Anlage_3_09_Rad-Hauptnetz_2018_Landkreis-Marburg-Biedenkopf-West.pdf 

und

www.nahmobil-hessen.de/wp-content/uploads/2019/07/Anlage_3_10_Rad-Hauptnetz_2018_Landkreis-Marburg-Biedenkopf-Ost.pdf

 

Was ist der Hessenstandard „Schneller Radfahren“?
Der Hessenstandard wurde unter breiter kommunaler Beteiligung in der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) entwickelt. Planungshilfen und Musterlösungen unterstützen Kommunen und Land dabei, ihre Radverbindungen einheitlich zu gestalten und zu beschildern. Dies schafft die Grundlage, um Radfernwege, Radwege an Landes- und Bundesstraßen und innerörtliche Radwege zusammenwachsen zu lassen. Hessen Mobil soll die Aktivitäten des Landes und der Kommunen miteinander koordinieren.

Wer ist eigentlich die AGNH?
Der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) gehören Kommunen, Interessensverbände, Hochschulen, Verkehrsverbünde, Planungsbüros und Kammern an. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf gehört zu den Gründungsmitgliedern und ist in der AGNH seit 2017 aktiv. Derzeit hat die AGNH 248 Mitglieder. Sie fördert und stärkt den Fuß- und Radverkehr in Hessen. Weiter dient Sie als Kompetenznetzwerk, in dem gemeinsam beispielhafte Konzepte bekanntgemacht sowie neue Ideen entwickelt und umgesetzt werden. Zentrales Ziel ist es, die Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr sowie dessen Verknüpfung mit dem ÖPNV zu verbessern. So soll die Nahmobilität in Hessen als integralen Bestandteil des gesamten Verkehrssystems gefördert werden.
Mehr: nahmobil-hessen.de oder schneller-radfahren.de

Aktuelle Entwicklungen im Kreis
Der Kreisausschuss des Landkreises Marburg-Biedenkopf hat inzwischen die Übernahme möglicher Baulastträgerschaften identifiziert und erste Planungen zu Straßen begleitenden Radwegen an Kreisstraßen beauftragt. Auch die Kommunen bringen sich mit der Beauftragung eigener Planungen in den Radverkehrsentwicklungsprozess ein. Die Landesstraßenbauverwaltung „Hessen Mobil“ plant ebenfalls den Bau von Radwegen an Landes- und Bundesstraßen im Landkreis.
Dabei orientieren sich die Planungen der Vorhaben zum Radverkehr an dem im Jahr 2016 auf Landkreisebene abgestimmten Radverkehrskonzept. Was im vergangenen Jahr passiert ist erfahren Sie im Bericht (verlinkte Schrift, bitte klicken).