AKTUELL (September 2017) - Arbeitsgruppen zum Thema Bildung gestartet

Landkreis Marburg-Biedenkopf geht weiteren Schritt in Richtung vernetzter Bildungslandschaft.

Mit der Einrichtung von fünf thematischen Arbeitsgruppen steigt das Programm „Bildung integriert“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern nun stärker in die Arbeit an konkreten Themen ein. Standen bisher der Aufbau der Gremienstruktur sowie die Ermittlung von Handlungsfeldern unter Einbezug von Verwaltung, Bildungsakteuren und Kreisgesellschaft im Vordergrund, sollen nun Handlungsempfehlungen zu konkreten Problemlagen entwickelt werden.

Im Zeitraum zwischen 07.09.2017 und 18.09.2017 trafen sich die Arbeitsgruppen zu ihren jeweiligen konstituierenden Sitzungen. Dabei arbeiteten die Teilnehmenden gemeinsam daran, das jeweilige Themenfeld zu strukturieren, Unterthemen zu identifizieren und zu priorisieren. Daneben spielte in allen Arbeitsgruppen die persönliche Vernetzung der Teilnehmenden eine wichtige Rolle.

In der AG Bildungsgerechtigkeit (Integration, Inklusion, Teilhabe) trafen sich neben Vertreter*innen aus der Verwaltung auch Vertreter*innen von Bildungsanbietern, gemeinnützigen Vereinen, Gewerkschaften, Beteiligungsgremien und Bürger*innen. Neben dem großen Interesse an Vernetzung und Austausch wurde ein breiter Strauß an Themen gesammelt, die im Verlauf der Arbeitsgruppe weiter konkretisiert werden sollen. Ein wichtiges Ziel scheint die Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung für die Bedarfe bestimmter Personengruppen.

Die AG Bildungsberatung 2020 stellte sich die grundsätzliche Frage nach den Möglichkeiten einer bürgerorientierten, zentralen Beratungsstelle für Fragen rund um das Thema Bildung. Hierzu wurde ein Fragenkatalog entwickelt, dessen Bearbeitung als Leitfaden für die nächsten Sitzungen der Arbeitsgruppe dienen soll.

In der AG Übergang Kita – Grundschule stellten die Teilnehmenden fest, dass der Landkreis Marburg-Biedenkopf im Vergleich zu anderen Landkreisen bereits über gute Konzepte verfüge. Als wichtiges Thema wurde unter großer Einigkeit der Teilnehmenden die Frage identifiziert, wie es gelingen kann, ein gemeinsames Verständnis von Bildung und einen konsistenten Blick auf das Kind von Seiten der Kindertagesstätte und der Schule zu entwickeln.

Die AG Non-formale Erwachsenenbildung sah sich einem weitgefassten Thema gegenüber und grenzte den Arbeitsschwerpunkt auf die Aktivierung von Bürger*innen zur Teilnahme an non-formalen Bildungsangeboten ein. Hierbei wurde insbesondere der Bedarf gesehen, sozialbenachteiligte Personen zu aktivieren, sowie Konzepte und Möglichkeiten zur Teilnahme an Angeboten von Menschen im ländlichen Raum zu entwickeln.

Auch die AG Qualifizierung, Weiterbildung und akademische Bildung hatte ein breites Thema zu bewältigen. Neben der Schaffung von mehr Transparenz über Angebote und Anbieter wurden breitgefächerte Themen identifiziert, unter anderem das Problem der Fachkräftesicherung sowie die Möglichkeiten unterschiedlichste Übergänge im Erwachsenenalter zu gestalten und zu bewältigen. Die Konkretisierung der Themenwahl und Herangehensweise sind für die Folgesitzung geplant.

Die Vertiefung der ausgewählten Themen beginnt für die Arbeitsgruppen in ihren jeweiligen Folgesitzungen. Diese finden im November 2017 statt. Hiermit wird ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer integrierten Bildungslandschaft Marburg-Biedenkopf getan.