Vorheriger Vorschlag

Polarisierung und Dialog

Bis zu welchem Punkt muss ich mich mit Menschen auseinandersetzen, die andere Meinungen vertreten? Wann wird eine Linie überschritten?

weiterlesen

(Freiwilliges) Engagement und staatliches Handeln

Was wäre wenn der Staat alle Bürger*innen zu bürgerschaftlichem Engagement verpflichten würde? (z.B. Vereinsarbeit, Nachbarschaftshilfe etc.)

Kurze Hinweise für Ihren Kommentar:
Bitte füllen Sie alle Felder aus die mit einem roten Sternchen als Pflichtfeld markiert sind - andernfalls kann ihr Kommentar nicht gespeichert werden.
Bitte beachten Sie unsere Nettiquette und verzichten Sie auf die Nennung von Ihren Kontaktdaten, da die Kommentare öffentlich sind.

Die bereits eingetragenen Kommentare finden Sie unterhalb des Kommentarfeldes, gerne können Sie einen neuen Kommentar schreiben oder auf einen bereits vorhandenen Kommentar antworten.
Wir freuen uns auf eine gute Diskussion!

 

Kommentare

Verordnetes freiwilliges Engagement ist ein Widerspruch in sich. Jeder sollte das Recht haben, sich auch GEGEN gesellschaftliches Engagement entscheiden zu können. Zumal Engagement so vielfältig und auch versteckt sein kann, dass jeder Versuch, das staatlich zu kontrollieren und vorzuschreiben, in endloser Bürokratie und schlechter Laune enden wird.
Stattdessen sollten - schon in der Schule beginnend - Anreizsysteme, niedrigschwellige Zugangsmöglichkeiten, eine allgemeine Kultur der Ehrenamtlichkeit wesentlich stärker ausgebaut werden.

Moderationskommentar

Vielen Dank für Ihr Statement und die Eröffnung der Diskussion zu diesem Thema!

Natürlich könnte man sagen: Je mehr Menschen sich engagieren, umso besser für das Gemeinwohl und die Gesellschaft. Trotzdem muss Engagement freiwillig bleiben, denn entscheidend ist nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität des Engagments. Es braucht Menschen, die sich mit Herzblut für eine Sache oder andere Menschen einsetzen und das erreicht man nicht durch eine Verpflichtung zum Engagement. Verpflichtung ist immer auch mit Widerständen verbunden und kann bei den Bürgerinnen und Bürgern den Eindruck erwecken, dass der Staat einfach nur Aufgaben und Verantwortung abgeben will. Dass sich viele Aufgaben nur mit Hilfe von ehrenamtilch und freiwillig engagierten Menschen lösen lassen, ist unumstritten. Aber eine Verpflichtung scheint mir nicht der richtige Weg zu sein. Wie im Kommentart zuvor bin ich der Meinung, dass Anreizsysteme und einfache Zugangsmöglichkeiten (z.B. über Schulpraktika etc.) helfen könnten, Menschen an Engagement heranzuführen und Verantwortungsbewusstsein zu schärfen.

Moderationskommentar

Vielen Dank für Ihre Beteiligung an der Diskussion. Wir freuen uns auf weitere Kommentare!

Leider erleben wir es manchmal, dass Politiker gerne an das Pflichtgefühl der Menschen appellieren, um sie zum freiwilligem Engagement in der Gesellschaft zu motivieren. Das ist meines Erachtens nicht der richtige Weg. Es gibt viele Menschen, die sich in unserer Gesellschaft freiwillig in den unterschiedlichsten Bereichen engagieren. Wichtig ist dabei, dass sie in ihrem Engagement gute Rahmenbedingungen vorfinden. Ein Zitat von Prof. Dr. Gerald Hüther bringt meines Erachtens alles gut zusammengefasst auf den Punkt, worauf es ankommt: "Bürgerschaftliches kann man nicht herstellen, aber man kann Bedingungen schaffen, unter denen es sehr wahrscheinlich ist, dass Bürgerinnen und Bürger (besser wäre hier noch der Begriff Menschen, Anmerkung von Verfasserin des K. ) Lust haben, mitzumachen".

Moderationskommentar

Vielen Dank für diesen Beitrag!

Nun nennt man es freiwilliges Engagement. Hätte man den Wehrdienst und die Ersatzdienste
nicht abgeschafft, dann könnte man sich diese Diskussion ersparen. Eine pluralistisch zerfledderte Gesellschaft
wieder einzuspannen, ist mit Problemen verbunden, denn sie ist nicht mehr homogen! Egoismus, Selbstverwirk-
lichung und Buntheit ist angesagt; der Sinn für das Gemeinsame wurde als unschicklich apostrophiert.
Apropos, - Gesellschaft! Volk getraue ich mich nicht mehr zu sagen !

....ist meines Erachtens der bessere Weg als Verpflichtung.
Das heißt Ehrenamt von klein auf, in der Grundschule beginnend, fördern und stärken, Menschen dazu ermutigen und einladen und Wertschätzung und Anerkennung des Ehrenamts systematisch ausbauen.

Statt Zwangs-Diensten wäre es besser, erstmal die Bedeutung von freiwilligem (voluntary) Engagement richtig auf den Punkt zu bringen: Handeln für (Gemeinwohl-)Sinn, nicht aus Zwang und nicht für Geld ('gekauft')...
und zu schauen, wie weit man damit (auch Förderung davon!) kommen kann, statt an gewaltsame Zwangs-Ausübung zu denken...

Namaste.
Öff Öff
global-love.eu